Direkt an der Talsperre

Die Burg Kriebstein

Unterhalb der Talsperre Kriebstein erhebt sich auf einem Felssporn hoch über der Zschopau die mittelalterliche Burg Kriebstein, die schönste Ritterburg Sachsens.

Passen Sie auf, wenn Sie beim Paddeln eine enge S-Kurve passieren! Am Hang thront eine mittelalterliche Burganlage - so gut erhalten, dass man meinen könnte, jeden Moment würden Pfeile auf einen niederhageln.

Aber keine Angst, so weit wird es nicht kommen. Stattdessen lädt die Burg Kriebstein dazu ein, wie die Herrschaften von einst durch die gotische Halle zu schreiten, das Schatzgewölbe zu bestaunen, den Rittersaal zu erkunden, andächtig die Kapelle zu besuchen oder durch die Zimmer in verschiedensten Stilen zu schlendern. Besonders beeindruckend ist auch die imposante Außenanlage.

Der beste Beweis für die Einzigartigkeit der Burg: Selbst ausländische Filmteams nahmen schon den langen Weg ins Kriebethal auf sich, um hier echtes Mittelalter-Feeling einzufangen.

1384 wurde die Burg Kriebstein das erste Mal urkundlich erwähnt, seitdem hat sie nichts von ihrer Schönheit eingebüßt. Den besten Blick auf sie hat man vom anderen Flussufer aus, das man über eine Fußgängerbrücke erreichen kann.

Seit 1993 befindet sich die Burg Kriebstein im Eigentum des Freistaates Sachsen. Nach Abschluss der denkmalgerechten Sanierung kann jetzt fast die ganze Burganlage besichtigt werden.  Interessant sind vor allem die verschiedenen Stilzimmer von der Gotik bis zum 19. Jahrhundert. Mit den zahlreichen originalen Möbeln, Gebrauchsgegenständen sowie Bildern, vermitteln sie doch einen Eindruck von der Lebensweise unserer Vorfahren. Gotische Halle, Rittersaal, Jagdzimmer, Schatzgewölbe und die Kapelle sind ebenso sehenswert wie der Festsaal, die Brunnenstube oder das Kriebsteinzimmer.
Burgkonzerte, Sonderführungen, Burgfeste, Theateraufführungen u. v. m. gehören ebenfalls zu den Angeboten auf Burg Kriebstein.

Die Staumauer

Für manche sind Staumauern das Symbol dafür, dass der Mensch die Natur bezwungen hat: Unmengen an Wasser drücken gegen das Bauwerk, aber die menschliche Konstruktion trotzt den Naturgewalten.


Sicher kann man sich hierüber streiten, schließlich zeigen vor allem Überschwemmungen immer wieder, wie sehr man letztlich doch dem Wohlwollen des Wetters ausgeliefert ist. Fakt ist jedoch, dass die Staumauer der Talsperre Kriebstein einen eindrucksvollen Anblick bietet. Am besten können Sie diesen von Kriebstein aus oder von der Ehrenberger Bastei herab genießen.


Die Talsperre Kriebstein hat eine faszinierende und bewegte Geschichte hinter sich. Informationen hierzu finden Sie auf unserer Seite.
 

Waldhänge

Die Landschaft der Talsperre hat ein ganz besonderes Flair. Bewaldete Hänge und Felsen wie der Wappenfelsen oder der Pfaffenstein erzeugen diesen einzigartigen Reiz. Bis zu 70 Meter tief hat sich die Zschopau im Laufe der Jahrmillionen in den Grund geschnitten.

Wer sich nach Ruhe sehnt, der findet auf halber Strecke des Talsperrenwanderweges den „Tanneberger Felssturz". Die historische Geröllhalde ist eine einzigartige geologische Besonderheit und gleichzeitig fast schon meditativer Ort in abgeschiedener Einsamkeit.
 

Der Wappenfelsen

In Zeiten eines schnelllebigen Internets verliert die Dauerhaftigkeit immer mehr an Wert. Trotzdem soll das eine oder andere gekritzelte „Ich war hier" noch mancherorts seinen Schreiber verewigen. Dieses Prinzip hatten schon unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren erkannt, und es überdauerte die Zeit. Auch Mittweidaer Studenten fanden es Ende des 19. Jahrhunderts spannend, sich ein Denkmal in Stein zu setzen.
Dass dies wirklich „für immer" war, können Sie selbst überprüfen: Am Lauenhainer Flur finden Sie den sogenannten „Wappenfelsen", der seinen Namen daher hat, dass Studenten dort das Wappen ihrer Korporation anbrachten. Besuchen Sie diesen Ort, der Sie für einen Moment über 100 Jahre zurück reisen lässt, und genießen Sie gleichzeitig einen der reizvollsten Aussichtspunkte des ganzen Talsperrengebietes.
 

Kunst am Wasser

Jedes Jahr im Juli wird man an der Talsperre Kriebstein künstlerisch aktiv. Interessierte können dann an der Bootsanlegestelle Lauenhain Holzbildhauer bei ihrer Arbeit erleben.
Seit dem Jahr 2001 hat das Symposium „Kunst am Wasser" seinen festen Platz im Veranstaltungsplan des Mittelsächsischen Kultursommers. Was mit einer Idee begann, hat sich inzwischen zu einer Tradition entwickelt.
Im Laufe der Zeit entstand so eine Sammlung von fast 40 Kunstobjekten, die man nun auf dem „Kunstwanderweg" rund um die Talsperre Kriebstein bewundern kann. Dem Wanderer bietet sich neben der traumhaften Landschaft so die Möglichkeit, ein Spektrum der künstlerischen Möglichkeiten von naturbetonenden bis modernen Arbeiten zu bestaunen.